Love can change the world in a moment (but what do I know? )

Easter Treat!

Heya und frohe Ostern!

Nur wenige Tage später und doch gibt es schon wieder eine ganze Menge zu berichten. Hier in England dürfen wir uns über lange Osterferien freuen, die erste Ferienwoche ist nun bereits verstrichen, doch glücklicherweise verbleibt ja noch eine weitere nach diesem Wochenende (dem Osterwochenende).

Eine wirklich wichtige Aufgabe habe ich direkt am Montag in Angriff genommen: die Zeit meiner Rückreise nach Deutschland rückt näher, mir verbleiben nur noch knapp 2 Monate, und darum hatte mir Denise geraten, im Voraus schon einmal ein großes Paket mit Winterkleidung und ähnlichem zu senden, um mein Gepäck für den Rückflug zu reduzieren und damit das Risiko, meine Gewichtsbegrenzungen zu sprengen (war ja schon auf dem Hinflug nicht ganz so einfach, mich an die vorgegebenen 23kg zu halten!). Ich hatte also bereits fleißig Klamottenstapel sowie Schokolade, Tee und Geschenke für meine Familie angehäuft, bis mir auffiel, dass der vorhandene Karton wohl nicht groß genug sein würde. Montags stiefelte ich darum also gleich einmal los und fragte mich dann in Cheltenham Town durch Waterstones, M&S und Konsorten, blieb allerdings erfolglos und verlor schon fast die Hoffnung, da mir gesagt wurde, dass die meisten Geschäfte heutzutage eh nicht mehr mit Pappkartons, sondern umweltfreundlicheren Säcken beliefert würden und sollte dies nicht der Fall sein, würde mein die Kartons direkt nach der Entleerung einstampfen. Ein kleiner Schreibwarenladen namens “Ryman’s” stellte meine Rettung dar! Hier konnte ich mir eine große, stabile und noch dazu natürlich kostenlose Box besorgen und wanderte dann also mit einem gigantischen, vollkommen leeren Karton durch die Stadt, was gerade den Busfahrer auf dem Rückweg zu irritieren schien. Ich konnte seinen verdutzen Gesichtsausdruck sehen und hob zu einer Erklärung an, doch alles, was er lachend sagte, war: “I’m not gonna ask!”. Anschließend ging es wie jeden Montagabend zum Tanzen und als ich nach meiner Rückkehr aus purer Neugierde eine Serie, von der sowohl Jana als auch Carolina geschwärmt hatten, namens “The 100” zu streamen begann, konnte ich schnell nachvollziehen, weshalb. Tatsächlich habe ich in den letzten Tage jeweils mehrere Episoden am Stück geschaut und beendete am Donnerstag direkt die erste Staffel! England macht mich noch zu einem totalen Serienguru (zuerst “Sherlock” und “Doctor Who” (Project ongoing, da muss ich noch ganz schon aufholen), dann “Good Karma Hospital” jeden Sonntagabend mit Denise und Duncan und nun das)!

Dienstag ließ ich mein Paket abholen und nachdem ich zur Weihnachtszeit bereits die Erfahrung machen durfte, dass RoyalMail (der hier gängige Postservice) ein sehr preisintensiver Spaß für Auslandssendungen ist, beginn ich nicht noch ein zweites Mal diesen Fehler und suchte stattdessen im Internet nach dem besten Angebot. Mit kaum mehr als 17 Pfund für einen riesigen Umzugskarton und Abholung am gleichen Tag (um genau zu sein, ungefähr 40 Minuten nach Buchung) war ich schon mächtig stolz auf mich und traf mich anschließend mit Carolina und Anna in Gloucester, wo wir zum allerersten Mal das amerikanische Restaurant “Kaspa’s” besuchten, was die leckersten Desserts und Süßspeisen anbietet und ein Tipp von Hanna gewesen war.

Was Carolina und ich peinlicherweise ganz vergessen hatten, war, dass Anna bis zum Osterwochenende auf Süßigkeiten aller Art verzichtete, was uns dann erst bereits im Restaurant bewusst wurde. Glücklicherweise konnte sie sich für diesen besonderen Anlass erweichen lassen und so teilten Carolina und ich uns eine super leckere Waffel mit Erdbeeren, Schokoladensauce und Eis, während Anna einen Eisbecher verputzte.

Bereits am folgenden Tag fanden wir drei uns erneut in Gloucester ein, diesmal zu unserem monatlichen Treffen mit unserem Area Rep Karon, Railway Hotel, 10am. Erneut beantworteten wir die drei immer gleichen Fragen (What are you happy about? What are you unhappy about? Do you have anything planned we should know about?), was wie gewöhnlich nur ungefähr 10 Minuten dauerte und da Anna gerne einmal zu Jumptastics gehen wollte und Carolina und ich unseren ersten Besuch dort genossen hatten, stand das für den heutigen Tag auf unserer Agenda.

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr inmitten einer wogenden, agilen, kunsttückevollführenden Kinderschar als deutlich ältere daran scheitert, eine einfache Plattform zu erklimmen? Nun, so ging es uns jedenfalls (nach einigen Anläufen meisterten wir es dann aber auch!). Und weil ich das schon beim letzten Mal so beeindruckend fand, wie Tasmans Freunde (die beiden Jungs, falls ihr euch noch an Will und Leo erinnert) coole Flips in die Sprunggrube vollführt hatten, versucht ich es dieses Mal tatsächlich selbst. Zuerst eine Hechtrolle und dann – ehrlich gesagt war ich selbst nicht wirklich darauf vorbereitet und bekam dann in der Luft erst einmal kurz Panik, weil ich befürchtete, die Sprunggrube zu verfehlen – ein kleines Vorwärtssalto (sah bestimmt nicht absolut großartig aus, doch Carolina und Anna meinten, es wäre durchaus erkennbar gewesen und das ist für einen ersten Versuch doch nicht schlecht). Ich muss gestehen, ich war danach doch schon recht zufrieden mit mir selbst!

Meine ersten Erfahrungen mit chinesischem Essen hatten mich ja mächtig beeindruckt und als ich Carolina von jenem Restaurant, in dem Birdy und ich am Freitag gegessen hatten, berichtete, bekundete sie selbst Interesse an einem Abendessen dort. Hungrig nach all der Trampolinspringerei machten wir uns also auf den Weg nach Cheltenham. Was ich zu dem Zeitpunkt allerdings nicht wusste, war, dass besagtes Restaurant eine Mittagspause einlegte und als wir schließlich in Cheltenham Town angekommen waren, schon bis zur Wiedereröffnung um 6 Uhr geschlossen hatte. Da Carolina und ich nun aber schon den ganzen Tag diesem Ereignis entgegengefiebert hatten, wollten wir uns davon nicht aufhalten lassen und verbrachten darum unsere Wartezeit von mehr als 3 Stunden mit kostenlosem Wifi und auf einer gemütlichen Couch im Starbucks.

Ich würde sagen, das Warten war es definitiv wert, dieses Mal bestellte ich die Nudelsuppe, die ich zuvor bei Hanna probiert hatte und obwohl Carolina die falsche Sorte von Reis bestellte, schmeckte es uns allen. Und, das beste an der ganzen Sache: Anna zeigte mir, wie man die Stäbchen richtig zu halten hat und es gelang mir tatsächlich, meine gesamte Suppe mit ihnen zu essen, auch wenn meine Hand hinterher vollkommen verkrampft war, weil ich mich nicht traute, sie zwischendurch abzulegen. Ein Tag des Erfolges für mich!

Beweisfoto!

Die kommenden Tage ließ ich es etwas ruhiger angehen, schaute weitere Episoden von “The 100” und holte etwas Schlaf nach. Am Karfreitag (Good Friday) schauten wir alle gemeinsam “Hacksaw Ridge” – etwas, was wir schon seit langer Zeit nicht mehr gemacht haben, doch dafür nur umso schöner war. Der Film selbst war etwas zu blutrünstig für meinen Geschmack, dafür jedoch authentisch, schätze ich mal – Kriege sind nun einmal brutal und ich fand die Geschichte an sich (ein Soldat, der sich zum Wehrdienst meldet, sich jedoch weigert, eine Waffe zu führen und trotz allem eine große Heldentat verbringt) wirklich interessant.

Kommen wir nun aber zum Highlight dieser Woche: Easter Sunday! Dieser gestaltete sich nämlich gänzlich anders als alle Ostersonntage, die ich zuvor erlebt hatte, da wir (Duncan, Damon, Kiera, Thea und ich, nur Denise entschied sich, nicht zu kommen, da sie kein besonders großer Fan ist) an jenem Tag die “Doctor Who Experience” in Cardiff besuchten. Ursprünglich war das ein Weihnachtsgeschenk für Thea und Kiera gewesen, doch weil ich nach Weihnachten selbst begann, Doctor Who zu schauen und Gefallen daran fand, schloss ich mich der Expedition an. Am Tag zuvor, Samstag der 15., hatten wir bereits alle den Auftakt zur neuen DW-Staffel im Fernsehen geschaut und waren darum alle in genau der richtigen Stimmung für die Ausstellung.

Welcome in Cymru!

Die Experience begann mit einer Art interaktiven Geschichte, die eigens zu diesem Zweck kreiert worden war und die Besucher durch verschiedene Schauorte mit den berühmtesten Kreaturen des DW-Universums, wie die Daleks und die Weeping Angles, führte. Was ich sehr cool fand, waren die in verschiedenen Farben aufleuchtenden Kristalle, die jeder von uns für diesen ersten Teil um den Hals gehängt bekam. Nachdem die Geschichte nach knapp 20 Minuten abgeschlossen wurden war, betraten wir die eigentliche Ausstellung, wo wir in der Halle von mittlerer Größe die Rekonstruktionen der verschiedenen Innenräume der TARDIS (diese verändern sich ja mit jedem Doktor ein wenig) betrachten konnten.

Jene Halle mit verschiedenen TARDIS-Designs und Greenscreen!

Es bot sich außerdem die Möglichkeit, ein Greenscreen-Foto in der TARDIS der eigenen Wahl zu schießen, was Kiera, Thea, Duncan und ich auch sogleich taten. Ich glaube, es handelt sich um Matt Smiths TARDIS, doch ehrlich gesagt, keine Ahnung, soweit bin in bisher noch nicht gekommen, ich befinde mich noch irgendwo in Staffel 2! Und auch mit den Requisiten, die mir in die Hand gedrückt wurden, konnte ich nichts anfangen – ein ellenlanger Schal, den einer der ganz alten Schauspieler im 20. Jahrhundert getragen haben musste, sowie ein Sonic Screwdriver, den ich anfangs falsch herum hielt – peinlich xD!

Das Foto sah letztendlich jedoch trotzdem recht gut aus und so kauften wir einen Auszug davon:

Einen weiteren, etwas kleineren Teil gab es in der oberen Etage, wo die Monster aus verschiedensten Staffeln ausgestellt wurden, ebenso wie die Kleidungssets der Doktoren und ihrer Begleiter, einige Nachbildungen, viele jedoch auch Originale. Es gab eine ganze Menge zu betrachten und im Anschluss stöberten wir noch eine Weile durch den Shop, wo ich auch einen weiteren Schlüsselanhänger für meine Sammlung, sowie einigen Kleinkram erstand. Insgesamt verbrachten wir sicher gute 2 Stunden in der Experience und auch wenn ich viele der Monster und die meisten der Begleiter leider noch nicht kennengelernt habe, fand ich es wahnsinnig interessant und sehenswert.

Alles, was das Fanherz begehrt!

Ein Spin-off von Doctor Who, Torchwood, wovon Kiera ein großer Fan ist, wurde zu großen Teilen in Cardiff gedreht und darum machten wir uns anschließend auf die Suche nach dem “Invisible Lift” (ja, ihr habt recht, natürlich ist es recht schwierig, etwas zu finden, das unsichtbar ist, doch wofür gibt es denn Google ;)?) und stießen außerdem auf ein mit Bildern, Trauerbekundungen und Blumen versehenes Denkmal, welches Damon und ich anfänglich für ein Andenken an einen verstorbenen Schauspieler aus Torchwood hielten, bevor Kiera uns erklärte, dass es sich lediglich um das eines Charakters, der in Torchwood gestorben war, handelte. Schon echt verrückt, diese Fans :P!

Passend zum festlichen Anlass gab es für uns ein Sunday Roast, welches natürlich wie immer super lecker war – also hier haben wir definitiv ein Gericht, das ich vermissen werde (von wegen, die Engländer essen nur Fish und Chips (also, naja, viele haben ja jeden Freitag Fish-and-Chips-Day (wir glücklicherweise nicht), aber lassen wir das mal außer Betracht))!

Im Laufe der Woche hatten uns die Großeltern ebenso wie die Tante jedem schon diese in England typischen riesigen Schokoladenostereier übergeben (ich fand es total lieb, dass auch mir jeweils eins geschenkt wurde!) und auch von meinen Gasteltern sowie Damon bekam ich jeweils noch eins, sodass ich am Ende des Tages, wie auf dem Bild ganz oben zu sehen, 4 Ostereiern sowie die Schokolade, die meine Familie gesandt hatte, in meinem Fensterbrett lagerte (eine nicht allzu clevere Idee, wie sich bald herausstellen sollte, da die Sonne natürlich direkt auf das Fenster prallte, was mir schließlich einen triftigen Grund gab, die Schokolade stattdessen in meinen Schubladen zu verstauen (ich werde mir dafür später noch danken, denn, wie sagt man so schön: “Aus den Augen, aus dem Sinn”? So ist es eindeutig einfacher, der Versuchung zu widerstehen, mich über all die Leckereien herzumachen :D)!

 

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