Let’s go to the beach, each, let’s go get away!

Hello Hello!

Dies sind nun also meinen letzten  zwei Wochen hier in England (auch wenn es sich im Moment noch überhaupt nicht danach anfühlt), bestehend aus einer Woche Half Term Ferien und einer letzten Woche Schule. Im Moment befinde ich mich in jener Ferienwoche und natürlich versuche ich, diese so effektiv wie möglich zu nutzen.

Was habe ich also bisher unternommen und was nehme ich diese Woche noch in Angriff nehmen?

Nachdem ich in den letzten zwei Wochen den Großteil meiner Exams geschrieben habe (darum werde ich sicher noch in einem separaten Eintrag berichten), gibt es für mich nun kaum noch etwas zu tun, da nach den Ferien nur noch eine einzige Prüfung in Mathe ansteht – zugegebenermaßen das schwierigste der drei Maths Exams, doch ich bin optimistisch. Mein vorletztes Wochenende konnte ich darum vollends entspannt mit meiner Gastfamilie verbringen: am Samstag waren Kiera, Duncan und ich im Kino, um den neuen Pirates of the Caribbean-Teil (in IMAX!) zu sehen und am Sonntag ging es, namensgebend für diesen Eintrag, auf nach Weston-super-Mare, ein hübscher Ferienort und der nächste Strand von uns aus.

Um so viel Zeit wie möglich in Weston zu haben, wurde festgelegt, schon 6 Uhr aufzustehen, um eine Stunde später abfahrtbereit zu sein. Tatsächlich klappte das bei mir überraschend gut, doch natürlich, wie zu erwarten, bei fünf Leuten (Damon konnte uns leider nicht begleiten, da er arbeiten musste), kam es trotzdem zu Verspätung und letztendlich saßen wir alle um 8 statt 7 Uhr im Auto, doch das störte kaum. Während es bei unserer Ankunft noch ziemlich grau und bewölkt ausschaute, begann schon bald, die Sonne zu scheinen und wir (in Pullis und mit Regenjacken ausgestattet), stellten schon bald fest, dass es statt des vom Wetterbericht versprochenen Regens, ein sehr sonniger und warmer Tag werden sollte – tatsächlich bekamen wir alle einen milden Sonnenbrand im Nacken und auf den Wangen!

Zuallererst einmal wurde dann bei Wetherspoon ordentlich gefrühstückt mit einem – wie könnte es anders sein – leckeren English Breakfast: Toast, Sausage, Bacon, Fried Egg, Hash Browns und Baked Beans (welcher ich mich allerdings direkt entledigte – Thea hat sich sicher über die doppelte Portion gefreut :D).

Wetherspoon in Weston-super-Mare!

Anschließend wanderten wir alle gemeinsam einige Zeit durch das Stadtzentrum und stöberten durch ein, zwei Shops, darunter ein Telefonanbieter (da Denises Handy vor einigen Tagen plötzlich den Geist aufgegeben hat und sie nun natürlich so schnell wie möglich einen Ersatz sucht, auch wenn sie meint, dass man sich nach einiger Zeit tatsächlich gut daran gewöhnt) und ein Tätowierer, (Kiera und Denise waren so fasziniert von den verschiedenen Tattoodesigns, darum sind wir eingetreten) wo ein junger Mann (den Thea lustigerweise vom College kennt) uns dann direkt einen Rabatt aufschwatzen wollte.

Schließlich treten Kiera, Thea und ich uns von Denise und Duncan und gingen dann prinzipiell auf Süßigkeitenjagd, wobei ich mich zurückhielt und nur einem Cadbury McFlurry nicht widerstehen konnte. Da Weston eine sehr von Tourismus geprägte Stadt ist, gibt es am Strand verschiedene kleine Rummelplätze sowie einen Vergnügungspier, wohin wir uns anschließend begaben. Ich bin ja nun wirklich kein großer Achterbahnfan und bei einigen der Attraktionen hätte ich mich wahrscheinlich geweigert, doch die “Crazy Mouse”, die wir gemeinsam fuhren, war wahrlich nicht schlimm, auch wenn ich doch sehr überrascht war, als wir plötzlich begannen, uns um uns selbst zu drehen. Da man für die Achterbahn mit speziellen Marken bezahlen musste und mir am Ende noch eine solche übrig blieb, habe ich jetzt sogar ein kleines, hübsches Andenken (welches im Übrigen hart erkämpft werden musste, da mir eine der Marken beim Umtausch aus der Hand rutschte und unter das Bodengitter fiel, glücklicherweise konnten wir sie jedoch mit einiger leicht schmerzhafter Fummelei wieder herausfischen ^.^).

The Grand Pier!

Eine zweite Heldentat verbrachte ich, als wir, um den Grand Pier betreten zu können, jeweils einen Pfund Eintritt zahlen mussten und ich Blindfisch erst einmal meinen 20-Pfund-Schein in Ein-Pfund-Münzen umtauschen ließ, bevor mir auffiel, dass ich noch eine weitere Münze in meinem Portemonnaie gehabt hatte :D. Auf dem Pier folgten dann viele weitere Attraktionen wie ein Spiegellabyrinth, Autoscooter und ein kleiner Freifallturm – alles in allem sehr amüsant, jedoch summieren sich die Beträge schnell, sodass das zu einer sehr teuren Angelegenheit werden kann. Zwischendurch gab es ein weiteres Eis für Thea und Kiera auf dem Außenbereich das Piers, wo wir dann auch per Lotse durch’s Telefon eine winkende Denise am Ufer ausmachen konnten.

Wir schlossen unseren Tag ab, wo wir ihn begonnen hatten: bei Wetherspoons, diesmal allerdings im Biergarten, wo wir Hotdogs zum Abendbrot aßen und dem Unterhaltungsprogramm des Hotels nebenan lauschten, einem Sänger, der während wir uns dort befanden, gerade seine “Elvis-Hour” hatte. Natürlich musste der Wetterbericht am Ende doch noch recht behalten und so begann es, leicht zu regnen, gerade als wir unser Essen erhielten, doch glücklicherweise wurde kurz darauf ein Tisch unter einem Schirm frei.

Und, aller guten Dinge sind drei (in Theas und Kieras Fall, in meinem zwei), denn an einer Minigolfanlage wurde Softeis in verschiedenen Sorten (was ich zuvor noch nie in England gesehen habe) verkauft, weswegen ich natürlich zuschlagen musste, ebenso wie Kiera, Thea und Duncan. Zuletzt kaufte Denise noch eine Handvoll der traditionell englischen Sticks of Rock und ließ jeden von uns eine Sorte aussuchen – ich hatte diese ja noch nie probiert und entschied mich einfach für Rosy Apple -, welche prinzipiell einfach purer Zucker sind und zwischen den Zähnen kleben bleiben, dennoch kann man ihnen einen gewissen Reiz nicht absprechen.

Und somit endete unser wirklich schöner Ausflug zur englischen Küste and they lived happily ever after :P!

Was diese Woche nun noch für mich ansteht, sind ein Tag mit meinem Squad am Dienstag, London mit Birdy am Donnerstag, ein Treffen mit Amy am Freitag plus ein letzter Trip nach Gloucester, um einige Besorgungen anzustellen. Ich berichte später!

One last time!

Heya,

nach meinem Photography Exam am Freitag war es dann Zeit, mich von Carolina zu verabschieden, da sie am 13. Mai nach Deutschland zurückkehren würde. Ein letztes Mal wollten wir uns darum in Gloucester treffen, wohin ich mich direkt nachdem ich mein letztes Foto für mein Photography-Exam fertiggestellt hatte, begab. Leider waren sowohl Anna als auch Susanne verhindert, doch so hatten wir Zeit, bei Cafe Nero eine Tomatensuppe für mich zu bestellen (die Suppe an sich ist eigentlich nichts Besonderes, doch das frische, warme Brot mit Butter, welches dazu serviert wird – lecker, lecker! Jene Beilage ist der Grund, weshalb Carolina und ich die Suppen dort lieben und weil sie bald außer Reichweite besagter Leckerei sein würde, teilte ich mein Brot mit ihr – und glaubt mir, ihr habt selten jemanden gesehen, der so angetan von einer Scheibe Brot war :). Während ich mir meine Suppe munden ließ, machte sich Carolina daran, die kleine Fruchttorte, die sie für ihre Gasteltern Bob und Audrey gekauft hatte, mit der Aufschrift “I will miss you” und einem nur mit sehr viel Fantasie erkennbaren Herz, zu verzieren. Dieses Unterfangen stellte sich als deutlich mühsamer als erwartet heraus, da der Zuckerguss einfach nicht haften bleiben wollte, doch schließlich war es vollbracht und Carolina recht zufrieden mit sich selbst, würde ich sagen.

Dieses Foto stammt von einem anderen Tag, doch dies ist die besagte Tomatensuppe,
Ladies and Gentlemen!
(doch vor allem: die besagte Brotbeilage!)

Anschließend wanderten wir einfach noch eine Weile durch einige Geschäfte in Gloucester und machten uns erneut über die Sausage-Plüschtiere lustig (sie fand meinen Haifisch übrigens absolut grandios!), bevor wir an einem Obst- und Gemüsestand unser Glück mit einigen Aprikosen versuchten, wovon allerdings nur ein oder zwei tatsächlich reif waren. Da Carolina an ihrem letzten Abend natürlich gern mit ihrer Gastfamilie essen wollte, mussten wir uns nun auch schon bald auf den Heimweg machen. Diesen Abschied empfand ich als den bisher traurigsten und irgendwie hatte ich das merkwürdige Gefühl, dass mit Carolinas Abflug, auch meiner plötzlich sehr viel näher rückte. Ich glaube, ich habe es zuvor bereits beim Abschied von Britta erwähnt: diese beiden, doch insbesondere Carolina, da sie die gesamte Zeit über mit mir hier war, waren einfach elementare Bestandteile meines Jahres und nun, da beide nach Hause zurückgekehrt sind, habe ich das Gefühl, dass es alles langsam zu einem Ende kommt. Für mich verbleibt nun kaum noch ein Monat und mit all den Prüfungen wird dieser sicher sehr viel schneller vergehen, als gedacht.

Nun lasst uns aber mal nicht rührselig werden, schließlich hat alles irgendwann ein Ende (nur die Wurst hat zwei, oder so…) und jedes Ende ist ein neuer Anfang (ich freue mich ja auch schon wieder richtig auf Deutschland!). So, genug philosophische Lebensweisheiten für heute.

Noch eine andere Sache, und zwar habe ich dieses Jahr tatsächlich (ja, Schande über mich) den Eurovision Song Contest am Samstag geschaut! Der englische Moderator, Graham Norton, hat eine wunderbar sarkastische Haltung gegenüber der ganzen Prozedur (he was taking the mickey out of it, wie man hier sagen würde), ebenso wie meine Gastfamilie und daher war es ein wahrlich erheiternder Abend. Glaubt mir, dies ist der einzige Weg, Gefallen an tanzenden Gorillas (wir waren so angetan, Denise stieg an einer Stelle sogar in die hochkomplizierte Choreografie ein!), Jodelei und einem merkwürdigen Typen in übergroßer Anzugjacke, der eine Ballade über weiß Gott was vor sich hin nuschelt, finden zu können. Insbesondere, wenn besagter Anzugträger den Wettbewerb am Ende gewinnt. Sehr emotional wurden Damon und ich dann auch, als es an die Punktevergabe ging. Ich meine, für Deutschland gab es ja (wieder einmal) nicht allzu viel zu bejubeln (worüber Bird und ich uns zeitgleich auch empört über WhatsApp austauschten), doch Damon riss es dann direkt vom Sofa, als Australien Großbritannien 12 Punkte gab.

Und weil’s so schön war, werden Bird und ich Eurovision nächstes Jahr zusammen schauen.

Papa-paparazzi!

Hello from the other side!

Die ersten meiner Examen habe ich jetzt bereits gemeistert (obwohl der Großteil – 3×Mathe, 2×English Lit, 1×Media – noch vor mir liegt) und darum dachte ich, ich erstatte einmal Bericht.

Wie ich in meinem vorherigen Eintrag erwähnt hatte, war die letzte Woche wegen meiner Deadlines für den praktischen Teil von Media (also mein Music Video, das dazugehörige Storyboard und ein abschließender Bericht) recht stressig, doch letztendlich gelang es mir mit Überstunden in der Schule (kann mich dorf einfach viel besser konzentrieren als zu Hause, plus habe Zugang zu der nötigen Bearbeitungssoftware wie Adobe Premiere Pro und Photoshop), dem Ausnutzen meiner Studies und Sausenlassen meiner Irish-Step-Beginnerklasse in der Woche und natürlich dem Arbeiten bis in die Nacht hinein, alles bis Donnerstag, den 3. Mai,( bzw. das Storyboard für Montag) fertigzustellen.  Denise konnte es übrigens kaum glauben, als ich ihr von der Inkompetenz unseres Praxis-Lehrers erzählt habe und hat sogar angeboten, sich bei der Chosen deshalb zu beschweren (was mir aber aus irgendeinem Grund dann auch wieder leid tut. So als Person finde ich ihn ja echt nett, doch als Lehrer taugt er halt nichts…).

Verkompliziert wurde die Angelegenheit von meinen IGCSE (International GCSE, also ein international anerkannter Abschluss für Englischlerner auf 10. Klasse-Niveau) Listening Exam am Freitag Nachmittag. Da dieses während der ersten Viertelstunde unserer Mittagspause begann (was ich der Person, die diese Zeiten festgelegt hat, noch immer sehr übel nehme!), hatte ich keine Zeit, etwas in der Kantine zu kaufen, doch glücklicherweise konnte Carolina ihren Apfel entbehren. Um die Situation kurz zu erläutern: ich hatte den gesamten Tag (auch die Frühstückspause) krampfhaft damit verbraucht, die Bilder für mein Storyboard zu zeichnen, daher hatte ich zu dem Zeitpunkt seir Stunden nichts mehr gegessen und mampfte flott den ergatterten Apfel. Zusammen mit zwei jüngeren Schülern dürften wir 4 Austauschschüler (Carolina, Anna und Susanne) dann in der Aula Platz nehmen, wo uns die 50ig-minütige Höraufgabe vorgespielt wurde. Ich wollte eigentlich einfach nur so schnell wie möglich fertig werden, um weiter an meinem Storyboard arbeiten zu können, doch da man jedes Gespräch zweimal mit großzügigen Pausen zwischendrin anhören darf, schlich die Zeit nur so. Abgesehen davon, wie auch schon im Mock, war es wirklich nicht schwierig, dem Gesagten zu folgen, ich hatte aber sehr gegen den Drang anzukämpfen, vor Langeweile die Ränder zu bemalen bzw. wurde zwischendrin wirklich schläfrig. Hoffentlich haben sich deshalb keine Faselfehler eingeschlichen…

Wie dem auch sei, am folgenden Wochenende hatten wir ein erneutes Treffen mit unserem Area-Rep Karon (und Carolina hatte sich schon gefreut, weil sie dachte, es würde kein weiteres Treffen vor ihrem Abflug am 13. Mai geben 😈), welches sich irgendwie sehr peinlich und unangenehm gestaltete, da wir mehrere Minuten in absoluter Stille um unseren üblichen Tisch im Railway Hotel herum saßen und Karon die Versammlung einfach nicht auflösen wollte. Und als dann schließlich eine kleine Diskussion zum Thema Schuluniform zustandekam, gelang es mir doch direkt, Anna zu verstimmen, weil ich mein Gefallen für unsere Uniform ausdrückte und, philosophisch wie ich manchmal bin, äußerte: “Clothes don’t define you”. Autsch! Glücklicherweise hatte Karon kurz danach ein Einsehen mit uns und entließ uns, woraufhin Susanne, Carolina und ich verschiedene Besorgungen in Gloucester anstellten, der Hauptteil davon für Carolina, da dies ihr letztes Wochenende in England war. Doch auch für mich besorgten wir eine Feder für meinen finalen, zugegebenermaßen sehr kurzfristen Photoshoot zum Thema “Die 4 Elemente”. Da weder meine Gastfamilie, Chosen, noch meine Freunde eine Feder besaßen, versuchte ich, eine in Gloucester aufzutreiben. Tatsächlich hatte ich auch bereits zähneknirschend für ein Pack vom Bastelladen Hobbycraft bezahlt, als ich zufälligerweise eine echte Feder fand, woraufhin ich (leicht beschämt) meine gekauften Federn zurückbrachte. Nachdem ich mich von Carolina und Susanne verabschiedet hatte, ging es für mich nach Cheltenham, da ich noch dringend ein Geburtstagsgeschenk für Carolinas 16. Geburstag am darauffolgenden Tag (Sonntag, der 7. Mai) brauchte.

Lustigerweise ist es der gleiche Tag, an dem meine Gastschwester Thea ihren 18. Geburtstag hatte (und etwas unglücklich in der Hinsicht, dass ich darum leider nicht mit Carolina feiern konnte), doch für jene hatte ich bereits ein PS4-Spiel organisiert. Da ich wirklich keinen guten Einfall hatte, was ich Carolina besorgen konnte (ursprünglich hatte ich ihr ja versprochen, ihr einen dieser Geburtstagsballons für die Schule zu kaufen, weil sie das absolut peinlich gefunden hätte, doch dann fiel ihr Geburtstag ja leider auf einen Sonntag und dann funktioniert der Gag nicht), kaufte ich letztendlich mehrere kleine Sachen. Gepunktete Socken (da sie eine Vorliebe für solche hat), ein Taylor-Swift-Album und, als kleinen Scherz, eines dieser winzigen, presswurstförmigen Plüschtiere, die ich liebevoll als “Sausages” bezeichne und über die wir uns aufgrund ihrer Hässlichkeit oft gemeinsam lustig machten. Eine niedliche Geburtstagskarte mit Elsa und Anna von “Frozen” mit der Aufschrift “Soulsisters” (wir hatten oft daruber gescherzt, “Soulmates” zu sein, da wir beide, im Gegensatz zu Britta, bestimmte Dinge (wie Opern und klassische Musik) nicht mochten bzw. noch nicht hatten (Boyfriends :D) hatte ich bereits Wochen zuvor gekauft gehabt.

Am gleichen Tag gingen wir außerdem aus zum Essen (Toby Carvery, wo man prinzipiell nur Sunday Lunch essen kann, yuuummy!), so für Theas letzte Mahlzeit als 17-Jährige. War natürlich wieder mal sehr lecker (obwohl das Sunday Lunch meiner Gastfamilie immer noch einen Tick besser ist!) und anschließend gab es für uns Kinder (Damon, Thea, Kiera, mich) auch noch ein fettes Dessert. Wir saßen nach dem Essen noch einige Zeit an der Bar und machten dort auch einige Fotos. (Werde sie zeitnah nachtragen!)

Am Sonntag übergab ich Thea direkt am Morgen mein Geschenk (hoffentlich gefällt es ihr!), doch anschließend sollte es noch bis nachmittags dauern, bis weitere Geburtstagsfeierlichkeiten folgten (in der Zwischenzeit führte ich meinen Feder-Photoshoot mit Kiera durch). Das war der Zeitraum, in dem Thea schließlich endlich ihre Geschenke von Denise und Duncan öffnen dürfte – eines davon Alexa, der/die/das Amazon Echo. Und damit begann der Spaß: wie ihr euch sicher vorstellen könnt, verbrachten wir natürlich die nächsten Minuten damit, verschiedene sinnfreie Fragen zu stellen (ich half etwas nach und nutzte Google als Inspirationsquelle). Als Theas Lieblingsbefehl stellte sich schnell “Alexa, sing a song” heraus, denn dann stimmt diese eine blecherne Version von Auld Lang Syne (erinnert sich noch jemand, wann ich dieses Volkslied schon einmal erwähnt hatte ;)?)  an, was zugegebenermaßen ziemlich lustig ist, doch uns allen beim gefühlt zwanzigsten Mal schon leicht auf die Nerven zu gehen begann. Die deutsche Synchronisation hat leider noch kein Lied im Repertoire, wie Mum und Arne vermeldeten, nachdem ich von der lieblichen Singstimme der englischen Alexa geschwärmt hatte 😂, doch falls es eins gäbe, ich würde stark auf “Alle meine Entchen”tippen.  Kurz darauf trafen dann auch schon Grandma and Granddad ein, woraufhin wir sangen, Thea die Kerzen auf der Geburstagstore ausbließ und jedem von uns ein (sehr schmales da Abendessen) Stück Kuchen zuteilwurde. Dieses Mal habe ich mich sehr viel wohler gefühlt als z.B. zu Weihnachten, da nicht die gesamte Verwandschaft, sondern nur die Großeltern anwesend waren, mit welchen ich auch ein wenig plauderte. Nach dem Abendessen wurde traditionsgemaess naturlich noch “Doctor Who” geschaut (ich finde die neuen Folgen echt klasse, gefallen mir verglichen mit der ersten und zweiten Staffel deutlich besser, und es gibt eh nichts Besseres, als gemeinsam mit begeisterten Fans zu schauen, mit denen man hinterher wild spekulieren und diskutieren kann).

Die folgende Woche verlief praktisch fast genauso wie die erste, nur, dass es jetzt Photography war, wofür ich Überstunden einlegte, da ich durch den unerwarteten Stress mit Media ziemlich genau eine Woche verloren hatte und darum nun auch hier unter Zeitdruck geriet, da mein Examen am Donnerstag und Freitag stattfinden würde. Erneut stand ein IGCSE-Exam an, Reading and Writing am Mittwoch, das wichtigste und  der vergleichsweise schwierigste der drei Teile. Und erneut hatte ich absolut keine Zeit, mich darauf vorzubereiten (was ich eventuell sogar tatsächlich getan hätte, in diesem Fall) und erst recht nicht, mir darüber Gedanken zu machen (das ist das einzig wirklich Positive an der ganzen Sache: für all meine bisherigen Exams war ich absolut ruhig und gelassen, hoffentlich hält das an).

An jenem Mittwoch arbeitete ich also intensiv an den abschließenden Verfeinerungen meines Photography-Projektes (eine sehr schmeichelhafte Art, das auszudrücken: ich versuchte krampfhaft, die letzten Erläuterungen zu meinen Edits zu verfassen, was gar nicht so einfach ist wie es klingt, da wir detailierte Gründe für unsere Entscheidungen angeben müssen und dabei nicht die drei Tabuwörter verwenden dürfen (“nice”, “random” und “inspiring”). Mein Lehrer für die Media Praxis (ich sage ja, er ist echt nett) erlaubte mir glücklicherweise, seine Stunde zu nutzen, um zusammen mit Mrs Tarling-Sturt, einer meiner Photography-Lehrerinnen, meine “Final Layouts” zusammenzustellen. Da ihr mit diesem Begriff sicherlich nichts anfangen könnt: gemeint ist, dass jeder Photography-Schüler ans Ende seiner PowerPoint mehrere Gruppen von Fotos stellt, die er oder sie als die besten Bilder des Projektes ansieht und es sind ebenjene “Final Layouts”, mit denen wir in unserem Exam arbeiten. Es war also wirklich wichtig, dass ich mich für meine entschied (es war ja praktisch in letzter Minute) und ich war Mrs Tarling-Sturt wahnsinnig dankbar, dass sie sich fast die gesamte Stunde Zeit nahm, um mit mir die besten Bilder auszuwählen. Generell muss ich sagen, dass sie meine Lieblingslehrerin in Photography und wahrscheinlich auch im Allgemeinen ist, da sie sich tatsächlich Zeit für individuelles, detailreiches Feedback nimmt (in welchem sie z.B. auch einige meiner Rechtschreib- und Grammatikpannen in meinem Projekt ausbügelte 😀)und einfach eine total engagierte Person ist.

Irgendwie fand ich es auch total niedlich, wie meine beiden Lehrer sich dann am Ende unterhielten und mein Media-Teacher schließlich auch meine “Final Layouts” anschauen wollte. Kaum hatte ich ihm diese gezeigt und Photography soweit abgeschlossen, gab es schnell ein Urheberschaftsforumlar bezüglich meines Musikvideos für mich auszufüllen, woraufhin Anna und ich dann auch schon bald zu unserem IGCSE-Exam eilen mussten (wieder in der Mittagspause!), weswegen mein Lehrer mir nur schnell zwischen Tür und Angel mitteilte, dass ich für Musikvideo, Bericht und Storyboard insgesamt ein B erhalten hatte. Es war alles eine ganz schöne Hetzerei, doch um ehrlich zu sein, irgendwie mag ich das Gefühl, vielbeschäftigt und vielgefragt zu sein, sogar. Fühlt sich meiner Meinung nach viel mehr so an, als wäre ich ein richtiger englischer Schüler, als bei den anderen Exchangis, die praktisch nichts zu tun haben und ihre Studies damit verbringen, Filme zu schauen, etc.

Zu meinem Reading and Writing Exam: mir fiel es tatsächlich ziemlich schwer, mich zu konzentrieren, weswegen ich diesmal tatsächlich fast die gesamten 2 Stunden Prüfungszeit ausnutzte. Gefühlsmäßig kann ich echt schlecht einschätzen, wie gut es lief; bei unserem Mock damals hatte ich ein besseres Gefühl, doch ich hoffe sehr, dass es trotzdem für ein A reicht. Nach unserem Exam machte ich mich gemeinsam mit Carolina auf den Weg nach Cheltenham. Da dies ihre letzte Woche in England ist, wollte sie dort gern noch ein letztes Mal etwas Zeit verbringen. Und genau das taten wir: wir wanderten durch Tiger, kauften Chocolate Chip Cookies von Lidl (wie gesagt, one last time fuer sie, daher gonnten wir uns das mal), sassen und plauderten bei Starbucks und assen schliesslich unser Abendbrot bei dem von mir stets angepriesenen mexikanischen Restaurant Papritto’s. Auch wenn es tatsachlich absolut unmoglich ist, einen Burrito auf elegante Art und Weise zu verspeisen, war es wirklich lecker und es war schoen, noch einmal etwas Zeit mit Carolina vor ihrem Abflug zu verbringen.
Nun aber *endlich* zu meinen titelgebenden Exam: Photography. Da ihr euch sicher fragen werdet, wie sich ein Photography-Exam denn zusammensetzt, lasst mich das eben erläutern. Ihr erinnert euch an die “Final Layouts”, die ich zuvor erwähnt hatte? Diese sind ja in Photoshop bearbeitete Fotos; in dem Exam muss man also unter dem wachsamen Auge der Lehrer diese Edits nachstellen (was weniger dramatisch ist, als es klingt, da man in seinem Projekt kleine Screenshots seiner Vorgehensweise unterbringt und diese verwenden darf). Anschließend werden sie ausgedruckt und auf Karton geklebt. Scheint keine große Sache zu sein, stimmt’s? Nuuuuun, glaubt es oder nicht, der letzte Teil ist der, der jedem die Nerven raubt. Da unsere Schuldrucker nur  bis zum A3-Format ausdrucken können, müssen größere Fotos in mehreren Teilen ausgedruckt werden und dann: lasst die Puzzelei beginnen! Wenn man die einzelnen Teile dann endlich mit doppelseitigen Klebeband (bei welchem sich die zweite Seite sich manchmal beim besten Willen nicht abziehen lassen wollte) möglichst genau zusammengekleistert hatte, beginnt die wahre Tortur. Denn nun müssen Karton und Bilder zugeschnitten (ich hasse dieses Monstrum von einem Gerät, das wir dafür verwenden müssen, bei uns zirkuliert schon der Scherz, dank dieses Teils müsse man gar nicht mehr ins Fitnessstudio gehen für ein Workout) und anschließend möglichst gerade aufgeklebt werden. Für jemanden mit zwei linken Händen, der Ecken aus Prinzip immer abrundet, damit man nicht sieht, wie schief und krumm sie ausgeschnitten wurden, ist das natürlich schon eine ziemliche Herausforderung. Mein Photography-Lehrer Mr. McCulla hatte anscheinend auch anderes von mir erwartet hatte, denn als er sah, wie schief (“wonky”) mein erstes Set war, scherzte er, dass da ja nichts mit dem berüchtigtem “German Engineering” wäre, sauber und präzise und so. Nops, nicht mit mir. Ich wusste ja peinlicherweise noch nicht einmal, wie man diese Schneidemaschine bedient, bevor Emily es mir schnell zeigte.
Zu meiner Verteidigung möchte ich aber sagen, dass das der Teil ist, mit dem immer alle zu kämpfen haben. Außerdem hatten die beiden anderen Schüler in meinem Jahrgang, die ihr AS in Photography machen, da sie den Kurs nächstes Jahr nicht belegen werden (und daher auch keine A-Levels machen), definitiv einen Vorteil, da sie außerdem Art-Students sind! Gibt schon einen Grund, weshalb ich nicht Kunst gewählt habe, auch wenn das niemanden zu interessieren scheint (bestes Beispiel: Media, als ich 17 detaillierte Bilder für mein Storyboard zeichnen musste). 😀
Abgesehen von uns drei Y12 AS-Schülern, die 10 Stunden (also zwei komplette Schultage minus Break und Lunch) für ihre Exams zur Verfügung gestellt bekommen, arbeiteten außerdem eine Handvoll von Y13-Schülern an ihren A-Levels. Diesen gab man 15 Stunden Zeit, welche jedoch von niemandem benötigt wurden, weswegen wir an unserem zweiten Tag allein in der Prüfung waren. Das fand ich aber tatsächlich auch deutlich besser so, denn das bedeutete, dass es keine Knappheit und Wartezeiten zur Benutzung der Schneidemaschinen (weil wir darauf ja alle so scharf waren), des Druckers oder anderer Materialien gab. Außerdem konnten sich unsere Photography-Teacher, die abwechselnd als unsere Prüfungsaufsicht agierten, sich so deutlich mehr auf uns konzentrieren und uns hier und da Tipps geben.
In Tutor vor dem Beginn unseres ersten Tages waren Emily (nicht die Emily, mit der ich immer Bus fahre, dies ist eine andere – diejenige, die mich bei Frightmare erschreckt hatte, falls ihr euch erinnert, sie sitzt in Tutor und Photography neben mir) und ich noch ziemlich nervös gewesen, doch dank der absolut entspannten Atmosphäre war dies vergessen, sobald wir den Raum betraten. Ich meine, dies war wahrscheinlich die coolste (im wahrsten Sinne des Wortes) Prüfung, der ich jemals beiwohnen werde. Es war uns erlaubt, miteinander zu plaudern und Fragen jeglicher Art (selbst Fragen in Bezug auf Ästhetik und Bearbeitungstechniken) durften an die Lehrer, welche selbst absolut entspannt waren, gerichtet werden. Am ersten Tag geriet ich etwas unter Druck, weil ich sah, dass Emily und Caitlyn kaum Zeit für die Bearbeitung ihrer Fotos, sondern vielmehr für das Ausdrucken, Zurechtschneiden und Aufkleben ihrer Compositions benötigten, wahrend ich fast die gesamten ersten 3 Stunden aufwendete, um mein erstes Set (die vier Elemente) erneut zu bearbeiten. Glücklicherweise gestalteten sich meine Bilder als sehr viel druckerfreundlicher (mit unserem Drucker musste man prinzipiell immer ein wenig experimentieren, da Helligkeit und Kontrast der Farben schwankten und alles prinzipiell immer ein wenig dunkler ausgedruckt wurde) und so blieb mir fast der gesamte zweite Tag für das Ausdrucken meines zweiten Sets und eines alleinstehenden, separaten Fotos, sowie die gefürchtete Bastelei.

 

Bei der Auswahl der beiden “Final Sets”, die ich in meinem Exam bearbeiten würde, half mir übrigens meine Gastfamilie, denn ich präsentierte Denise, Damon, Duncan und Kiera nacheinander meine vier verschiedenen Sets und ließ sie dann ihre beiden Favoriten wählen. Die Meinungen anderer Befragten (z.B. meiner geschätzten Mum) stimmten damit überein und so wählte ich letztendlich jene Sets aus: (hier in ihrer fertiggestellten, aufgeklebten Form! Gar nicht sooo schief, was meint ihr?):

Sneaky picture!

Für das letzte Einzelbild entschied ich mich, da ich nicht mehr genug für ein komplettes Set, sehr wohl jedoch für ein alleinstehendes Foto hatte und, da es ja jetzt praktisch schon fast ein preisgekröntes Werk ist (da es für die Gloucestershire Young Photographer Ausstellung ausgewählt wurde), dachte ich mir, dieses hier würde sicher eine gute Figur machen!

You don’t have to be rich to be my girl, you don’t have to be cool to rule my world!

Erst einmal einen schönen Feiertag euch allen!

Wollte heute eigentlich nur ein, zwei Gedanken niederschreiben, bevor ich wahrscheinlich in den nächsten Wochen kaum Zeit dafür haben werde, da meine Prüfungen beginnen.

Ich weiß, wir sind erst seit einer Woche zurück in der Schule, doch Hallelujah, jetzt wird es doch langsam ziemlich stressig! Der Grund dafür ist, dass ich ja (als so ziemlich die einzige in Y12) etliche Examen im Mai schreibe. Diese beginnen zwar erst in 2 Wochen wirklich, einige Projekte, wie das für Media und Photography müssen aber schon zeitiger fertiggestellt werden. Mein praktischen Teil für Media z.B. (also mein Musikvideo, sowie das Storyboard und mein Bericht über beides) soll schon diese Woche eingereicht werden, doch da unser Lehrer uns darüber aber nur unzureichend informierte und ich nur dank eines zufällig zustande gekommenen Gesprächs mit dem Lehrer der Parallelklasse  herausfand, dass mir ein Großteil der erforderlichen Informationen für meinen Bericht noch fehlt, saß ich gestern mehrere Stunden an jenem Bericht und muss ihn heute noch fertigstellen.  Auch die Deadline für mein Photography-Projekt “Foundations” rückt näher und mir fehlen noch immer einige Photoshoots, sowie entsprechender Artist-Research (was schon von Anfang an der Teil gewesen ist, an dem ich mich schwer getan habe, denn wir müssen unsere eigenen Bilder immer mit denen von anderen Fotografen vergleichen) und meine beiden Mathelehrer, die uns jede Woche mittwochs ein Past Paper (Exam aus einem vorangegangenen Jahrgang) unter Prüfungsbedingungen schreiben lassen, machen es definitiv nicht besser. An der Stelle möchte ich aber anmerken, dass es in Mathe bei mir im Moment echt gut läuft! In allen drei Modulen, in denen wir unsere Prüfungen schreiben werden, habe ich zuletzt jeweils ein A erhalten, also das ist noch meine kleinste Sorge. In English Literature ist unsere Klasse im Stoff nicht so weit, wie wir sein sollten und darum wird es für mich und Jaz (das einzige andere Mädchen aus meiner Klasse, das das Examen in English Lit schreiben wird) jetzt wahrscheinlich Sonderstunden geben, damit wir rechtzeitig all unsere Gedichte analysiert bekommen.

Die nächsten Prüfungen, die anstehen, sind allerdings erst einmal meine IGCSE English Prüfungen (Listening diese Woche Freitag und “Reading and Writing” nächste Woche Mittwoch), die einzigen Prüfungen, die mir in Deutschland etwas nützen, doch ironischerweise auch die, um die ich mir am wenigsten Gedanken mache. Das Prüfungsniveau der IGCSEs ist wirklich absolut keine Herausforderung, also werde ich mich dafür kaum bis gar nicht vorbereiten.

Jetzt fragt ihr euch natürlich sicher, warum ich mir denn überhaupt so einen Stress mache, schließlich – ich habe es selbst gerade eben gesagt – sind die Prüfungen absolut irrelevant für mich. Zum einen möchte ich trotzdem schon irgendwo versuchen, so gut wie möglich abzuschneiden, zum anderen sind meiner Gastmum meine Prüfungen irgendwie ziemlich wichtig und sie meint, ich soll mir genügend Zeit zum Lernen nehmen und der dritte und entscheidende Grund ist, dass diese Prüfungen meine Art sind, Chosen Hill dafür zu danken, dass ich hier aufgenommen wurde. Denn, wisst ihr, für die Schulen selbst springt bei so einem Schüleraustausch nichts heraus und da kein anderer der Austauschschüler wirklich Prüfungen schreibt, möchte ich zumindest versuchen, ein paar gute Noten einzubringen.

Drückt mir also die Daumen!

Jetzt mal noch etwas anderes; dieser Woche hatten wir jeden einzelnen Tag einen Assembly (joy!) und einer der Gründe dafür war, dass bei uns an der Chosen im Moment die Kampagnen für das Headboy/Headgirl-Team im nächsten Schuljahr laufen. Es sind also unsere Klassenkameraden, die sich auf das Amt bewerben, und darum sind es auch wir, Y12, die das neue Team wählen dürfen. Die Wahlen finden diese Woche statt, doch ich bin noch immer unentschlossen. Ich wünschte nur, ich hätte mehr als eine Stimme!

Was ich aber eigentlich sagen wollte, ist, dass es hier tatsächlich einen kleinen Wahlkampf gibt, mit Reden, Slogans, Stickern und Wahlpostern. Montag und Dienstag präsentierten uns die acht Kandidaten (zwei Jungs und sechs Mädchen – bei den Jungs ist die Wahl recht eindeutig, doch bei den Mädchen… ich denke wirklich, dass jede einzelne von ihnen gut geeignet wäre) ihre Reden und über die Woche tauchten überall im Schulhaus die verrücktesten Wahlposter auf, lässt mich auch eine kleine Kostprobe geben:

Um noch einmal auf die Reden zurückzukommen: ich habe wirklich großen Respekt für all die Kandidaten, so eine Rede vor der ganzen Jahrgangsstufe zu halten – ich hätte mir das niemals getraut! Generell fand ich die meisten Reden allerdings nicht gehaltvoll genug, um wirklich aus der Masse herauszustechen bzw. wenn die Rede passte, wirkte die Präsentationsart sehr gestellt und einstudiert. Ich bin mich daher wirklich absolut nicht sicher, für wen ich wählen werde. Noch dazu kommt ja, dass man diese Leute auch alle persönlich kennt, man aber nicht nach Sympathie, sondern nach Eignung für das Amt wählen soll. Mensch, Mensch, Mensch, das ist schon alles nicht so einfach.

Und ein letztes Thema für den heutigen Beitrag, bevor ich mich wieder meinen Bericht für Media widme: Am Donnerstag, dem 27. April, begann nun ENDLICH die neue Irish-Step-Beginnergruppe! Ich meine, etwas spät für mich, doch better late than never, right ;)? Jenes Training dauert nur 45 Minuten und beginnt 6 pm in einem Jugendcenter, das sich nur 25 Fußminuten von unserem Haus entfernt befindet. Thea und Kiera hatten mir auf Google Maps bereits den Weg dorthin gezeigt, sodass ich keinerlei Schwierigkeiten hatte, es zu finden – ich hatte es an dem Tag nur vollkommen vergessen, da ich (ja, ein wiederkehrendes Problem) so in meinen Media-Bericht vertieft war. Glücklicherweise erinnerte mich Thea just in time, etwa eine halbe Stunde vor 18 Uhr, sodass ich dann sogleich lossprintete und genau pünktlich ankam.

Die erste Stunde war für mich zwar mehr oder weniger unnötig, da ich ja nun bereits seit 6 oder 7 Monaten das Montagstraining besuche und die Grundlagen daher kenne, trotzdem war es hilfreich, um meine Technik zu verbessern und ich werde versuchen, jetzt beide Klassen parallel zu besuchen. Und falls es zu nichts anderem nützt, zumindest hat es mächtig mein Selbstbewusstsein verbessert, da ich in dieser Gruppe nicht der unwissende Newbie, sondern die Person, die weiß wie der Hase läuft, bin xD!

Das war es erst einmal von mir! See ya later!