One last time!

Heya,

nach meinem Photography Exam am Freitag war es dann Zeit, mich von Carolina zu verabschieden, da sie am 13. Mai nach Deutschland zurückkehren würde. Ein letztes Mal wollten wir uns darum in Gloucester treffen, wohin ich mich direkt nachdem ich mein letztes Foto für mein Photography-Exam fertiggestellt hatte, begab. Leider waren sowohl Anna als auch Susanne verhindert, doch so hatten wir Zeit, bei Cafe Nero eine Tomatensuppe für mich zu bestellen (die Suppe an sich ist eigentlich nichts Besonderes, doch das frische, warme Brot mit Butter, welches dazu serviert wird – lecker, lecker! Jene Beilage ist der Grund, weshalb Carolina und ich die Suppen dort lieben und weil sie bald außer Reichweite besagter Leckerei sein würde, teilte ich mein Brot mit ihr – und glaubt mir, ihr habt selten jemanden gesehen, der so angetan von einer Scheibe Brot war :). Während ich mir meine Suppe munden ließ, machte sich Carolina daran, die kleine Fruchttorte, die sie für ihre Gasteltern Bob und Audrey gekauft hatte, mit der Aufschrift “I will miss you” und einem nur mit sehr viel Fantasie erkennbaren Herz, zu verzieren. Dieses Unterfangen stellte sich als deutlich mühsamer als erwartet heraus, da der Zuckerguss einfach nicht haften bleiben wollte, doch schließlich war es vollbracht und Carolina recht zufrieden mit sich selbst, würde ich sagen.

Dieses Foto stammt von einem anderen Tag, doch dies ist die besagte Tomatensuppe,
Ladies and Gentlemen!
(doch vor allem: die besagte Brotbeilage!)

Anschließend wanderten wir einfach noch eine Weile durch einige Geschäfte in Gloucester und machten uns erneut über die Sausage-Plüschtiere lustig (sie fand meinen Haifisch übrigens absolut grandios!), bevor wir an einem Obst- und Gemüsestand unser Glück mit einigen Aprikosen versuchten, wovon allerdings nur ein oder zwei tatsächlich reif waren. Da Carolina an ihrem letzten Abend natürlich gern mit ihrer Gastfamilie essen wollte, mussten wir uns nun auch schon bald auf den Heimweg machen. Diesen Abschied empfand ich als den bisher traurigsten und irgendwie hatte ich das merkwürdige Gefühl, dass mit Carolinas Abflug, auch meiner plötzlich sehr viel näher rückte. Ich glaube, ich habe es zuvor bereits beim Abschied von Britta erwähnt: diese beiden, doch insbesondere Carolina, da sie die gesamte Zeit über mit mir hier war, waren einfach elementare Bestandteile meines Jahres und nun, da beide nach Hause zurückgekehrt sind, habe ich das Gefühl, dass es alles langsam zu einem Ende kommt. Für mich verbleibt nun kaum noch ein Monat und mit all den Prüfungen wird dieser sicher sehr viel schneller vergehen, als gedacht.

Nun lasst uns aber mal nicht rührselig werden, schließlich hat alles irgendwann ein Ende (nur die Wurst hat zwei, oder so…) und jedes Ende ist ein neuer Anfang (ich freue mich ja auch schon wieder richtig auf Deutschland!). So, genug philosophische Lebensweisheiten für heute.

Noch eine andere Sache, und zwar habe ich dieses Jahr tatsächlich (ja, Schande über mich) den Eurovision Song Contest am Samstag geschaut! Der englische Moderator, Graham Norton, hat eine wunderbar sarkastische Haltung gegenüber der ganzen Prozedur (he was taking the mickey out of it, wie man hier sagen würde), ebenso wie meine Gastfamilie und daher war es ein wahrlich erheiternder Abend. Glaubt mir, dies ist der einzige Weg, Gefallen an tanzenden Gorillas (wir waren so angetan, Denise stieg an einer Stelle sogar in die hochkomplizierte Choreografie ein!), Jodelei und einem merkwürdigen Typen in übergroßer Anzugjacke, der eine Ballade über weiß Gott was vor sich hin nuschelt, finden zu können. Insbesondere, wenn besagter Anzugträger den Wettbewerb am Ende gewinnt. Sehr emotional wurden Damon und ich dann auch, als es an die Punktevergabe ging. Ich meine, für Deutschland gab es ja (wieder einmal) nicht allzu viel zu bejubeln (worüber Bird und ich uns zeitgleich auch empört über WhatsApp austauschten), doch Damon riss es dann direkt vom Sofa, als Australien Großbritannien 12 Punkte gab.

Und weil’s so schön war, werden Bird und ich Eurovision nächstes Jahr zusammen schauen.

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