Tell the world I’m coming!

Heya,

es ist bereitskurz vor Mitternacht und ich möchte morgen nicht allzu spät aufstehen, also werde ich mich diesmal tatsächlich kurzhalten! Heute, der 9. Juni, ist mein letzter Schultag und ganzer Tag in England gewesen.

In der Schule gab es etliche Verabschiedungen, die ersten von Mr Pearson, meinem Tutor, und meiner Tutor Group, mit einer (sehr kurzfristig) organisierten Karte, welche von mir mit einer ebenso kurzfristig verfassten “Thank You”-Karte beantwortet wurde (die übergab ich allerdings erst, als alle anderen Schüler schon gegangen waren, alles andere wäre zu peinlich gewesen 😅). Es folgte mein allerletzter Assembly (über Choices und Opportunities und all das übliche Taram) und anschließend Mathe in Period 1 – ein letztes Mal mit meiner Banknachbarin Amy über Differentiation und vieles Anderes diskutieren -, woraufhin ich meine zweite Karte, adressiert an meine beiden Mathelehrer, da deren Unterstützungen und Motivation wirklich großartig gewesen ist, überreichte, erneut ganz am Ende der Stunde, als eine jüngere Klasse schon darauf wartete, einzutreten.

In P2, Media, tauschten Elita, Louise und ich uns darüber aus, dass es sich wirklich merkwürdig anfühlt, dass dies mein letzter Tag sein sollte. Elita meinte darum einfach, als sie mich später am Ende der Mittagspause umarmte, “See you Monday” 😀. Abgesehen davon, da der Batmanfilm, den wir hatten schauen wollen, dank Probleme mit den Lautsprechern nicht wirklich zu verstehen war, geschah in der Stunde nicht viel. Sehr überraschend und sehr liebenswürdig fand ich es aber, dass selbst Mr Mieszkan, der Lehrer, den ich immer am wenigsten leiden konnte, mich sehr freundlich verabschiedete (nicht allerdings, bevor er mir einige der gefürchteten Fragen wie, “Was war das beste an diesem Austausch?”, “Was hast du gelernt?” etc. gestellt hatte, doch ich verzeihe ihm das) uuund mir sogar eine Copy des Buches, welches wir gerade erst für Y13 begonnen hatten, “The Great Gatsby”, schenkte, da ich anmerkte, dass ich es noch nicht beendet hatte, dies allerdins gern in Deutschland nachholen würde. Echt lieb!

Während Break gab ich eine Runde Süßigkeiten für mein Squad aus, wie ich zuvor versprochen hatte und in meiner anschließenden Study beabsichtigte ich, endlich das Ende von Footloose, was ich heute ja unbedingt zu Amy zurückgeben musste, zu schauen und meine restlichen Karten für meine Photography-Lehrer Ms Tarling-Sturt und Mr McCulla (plus Ms Pearn, sie hatte ich allerdings nur einmal aller zwei Wochen), sowie meine Mädels zu schreiben. Ich kam während der letzten Tage wirklich etwas unter Zeitdruck – das Kofferpacken erwies sich als zeitaufwendiger als erwartet, daher war mir das bisher noch nicht gelungen. Doch natürlich, *natürlich* musste es genau heute einen finalen Probefeueralarm geben, und das während P3.

Letztendlich belang es mir, sowohl meine Karten zu schreiben, als auch Footloose zu schauen und nachdem ich mir schnell ein letztes Ham&Cheese-Panini von der Kantine geholt hatte und meine Geschenke eingetütet hatte, eilte ich zum Upper Study Room, wo meine Gruppe normalerweise in den Pausen sitzt, und teilte meine Abschiedsgeschenke aus: Lederarmbänder (man könnte sie wahrscheinlich Freundschaftsarmbänder nennen) für uns alle, eine kleine persönliche Karte und Buenos (immer gut!). Alle schienen sehr angetan zu sein und ich umarmte jedermann nacheinander. Kurz darauf übergaben sie mir dann mein Abschiedsgeschenk – das Scrapbook, welches ich ihnen zum Füllen gegeben hatte – und übertrafen weit meine Erwartungen mit all der Arbeit, die darin geflossen sein musste! Ich hatte kaum Zeit, mir alles in Ruhe anzusehen! Das werde ich dann in Deutschland machen! Draußen schossen wir nun noch ein paar letzte Gruppenfotos (und ließen einige machen).

 

Grace und Jana hatten in P5 leider Unterricht, also umarmte ich beide noch einmal, bevor Amy, Laura und ich uns registrierten (erneut, ein letztes Mal) und dann die Schule hinter uns ließen (eines der wenigen Male, dass ich das getan habe) und zu einem naheliegenden Park schlenderten, wo wir, ganz die verantwortungsbewussten Vorbilder, die Sixth Former nun einmal sind, wild schaukelten und den Round-About (kp, wie das auf Deutsch heißt) okkupierten. Erneut, einige letzte Fotos, eine Gruppenumarmung, Verabschiedungen und schon stürmte ich die Straße hinunter, um meinen zeitigeren Bus bekommen zu können. 

Wenn es eine Sache gibt, die ich über diesen gesamten Tag sagen kann, dann ist es, dass es sich einfach nicht wie mein letzter Tag anfühlt. Ja, ich verabschiede mich und packe meinen Koffer, doch so richtig eingesunken ist es einfach noch nicht. 

Zuhause angekommen ging es erneut hektisch ans Kofferpacken und, da ich deutlich Übergewicht hatte (23kg sind aber auch wirklich gar nichts!), an die Zusammenstellung eines Pakets, welches Duncan und ich anschließend zum Co-op fuhren. In einigen Tagen dürfte das dann auch ankommen. Und glaubt mir, das ganze Hin- und Herpacken zwischen Koffer, Handgepäck und Paket war wirklich eine einzige Qual, ich bin nur froh, dass meine Gastfamilie am vorherigen Wochenende extra eine Handwaage gekauft hatte, sonst wäre dies ein Ding der Unmöglichkeit gewesen.

 

Der perfekte Abschluss des Abends war die Idee, ein finales Mal zum lokalen Hatherley-Pub (ja, britischer geht’s kaum) zu gehen. Anfangs waren es nur Denise, Kiera und ich, doch schon bald kamen Thea und Duncan hinzu und sogar Damon war mit von der Partie, als er von der Arbeit kam. Unsere Gesprächsthemen waren weit gefächert, doch vor allem Politik schien immer wieder aufzutauchen, da ich sehr daran interessiert war, ihre Meinungen zu den General Elections vom Vortag zu hören. Damon und ich redeten außerdem über Wonder Woman (davon werde ich noch berichten!), ein echt guter Superhero-Film, meiner Meinung nach, und Fußball (er möchte doch tatsächlich Liverpool gegen Leipzig in der Champions League sehen). Außerdem bat ich um einige letzte Fotos, da nun schon einmal die gesamte Familie versammelt war, wovon einige echt gut wurden.

Gegen 11pm kehrten wir dann nach Hause zurück, wo wir uns alle sehr bald zu Bett begaben bzw. ich nun hier sitze und diesen Eintrag schreibe 😀.

Gute Nacht, England, ein letztes Mal!

PS: Fotos folgen sobald ich in De angekommen bin, da ich die auf dem Handy schlecht hochladen kann.

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